Kulturerbe, Exzellenz und gemeinsame Entwicklung: neue Perspektiven der Zusammenarbeit in einer sich wandelnden Welt, Thema des rumänisch-deutschen Forums für bilaterale Kooperation

Die Ausgabe 2026 des Festivals „KulturwocheHaferand“

Samstag,8. August 2026, Deutsch-Kreuz

Die Ausgabe 2026 des Festivals „KulturwocheHaferand“ war wie jedes Jahr Schauplatz der Jahrestagung desDeutsch-Rumänischen Forums für bilaterale Kooperation (FCBRG), einerOrganisation, die mit dem Ziel gegründet wurde, den Dialog zu wirtschaftlichenund kulturellen Themen zwischen den beiden Staaten aufrechtzuerhalten. An derSitzung nahmen neben Herrn Michael Schmidt und S.E. Emil Hurezeanu auch derSenatspräsident, S.E. Mircea Abrudean, die deutsche Botschafterin in Bukarest,S.E. Angela Ganninger, die österreichische Botschafterin in Bukarest, S.E. UllaKrauss-Nussbaumer, und der israelische Botschafter in Bukarest, S.E. Lior BenDor, sowie Mitglieder der Regierung und des Parlaments aus Berlin teil.

An den Debatten nahmen außerdemS.E. GüntherKrichbaum, Staatsminister für Europa beim Bundesminister des Auswärtigen undVorsitzender des Deutsch-Rumänischen Forums, S.E. Adriana Stănescu, rumänischeBotschafterin in Berlin, sowie Herr Bernd Fabritius, Beauftragter derBundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten.

Im Mittelpunkt des diesjährigenTreffens stand die Intensivierung der direkten Beziehungen zwischen denGemeinschaften beider Länder und die Nutzung der rumänischen Diaspora alsBrücke. Nach den von S.E. Adriana Stănescu vorgelegten Daten leben derzeit etwa909.000 Rumänen in Deutschland; berücksichtigt man die Personen mit doppelterStaatsangehörigkeit, beläuft sich ihre Zahl auf etwa 1,2 Millionen. In diesemZusammenhang hob Herr Fabritius hervor, dass die rumänische Gemeinschaft diegrößte nichtdeutsche ethnische Gruppe im Bundesland Bayern darstellt.

Eine der wichtigstenSchlussfolgerungen der Diskussionen wurde von Frau Oana Krichbaum, derVorsitzenden der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft in Pforzheim, vorgebracht,die erklärte, dass es angesichts dieser Zahlen an der Zeit sei, institutionelleSchritte einzuleiten, damit die rumänische Sprache im deutschen Bildungssystemangeboten werde.

Was die institutionelleZusammenarbeit betrifft, haben sich die Vorsitzenden der beiden Plattformen(FCBRG und Deutsch-Rumänisches Forum), S.E. Emil Hurezeanu und S.E. GüntherKrichbaum, zum Ziel gesetzt, engere Kontakte zwischen Bukarest und Berlin zu knüpfen.Gleichzeitig bekräftigte Herr Michael Schmidt im Rahmen des Treffens am 8.August, dass das kulturelle Erbe eine wesentliche Ressource für die lokaleEntwicklung darstelle, und S.E. Günther Krichbaum unterstrich die Bedeutungeiner direkten Partnerschaft und erklärte: „Wir sind Europa, wenn wirzusammenarbeiten, nicht die Bürokratie.“

Im Zeitraum 2015–2025 wurde dasDeutsch-Rumänische Forum für bilaterale Kooperation von Herrn Andrei Pleșugeleitet, einer herausragenden Persönlichkeit des öffentlichen undintellektuellen Lebens in Rumänien. Seit diesem Jahr werden die Aktivitäten derOrganisation von S.E. Herrn Emil Hurezeanu geleitet. Das Deutsch-RumänischeForum wurde im Jahr 2000 unter der Leitung der prominenten deutschenPolitikerin Susanne Kastner als zivilgesellschaftliches Instrument zurFörderung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten gegründet. Seit 2019wird das Forum von S.E. Herrn Günther Krichbaum geleitet, der zu diesemZeitpunkt den Vorsitz im Ausschuss für Europaangelegenheiten des Bundestagesinnehatte. Traditionell sind die Vorsitzenden der beiden Foren prominentePersönlichkeiten des öffentlichen Lebens, während die Ämter derstellvertretenden Vorsitzenden von den amtierenden Botschaftern in Bukarest undBerlin, Adriana Stănescu bzw. Angela Ganninger, bekleidet werden.

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